BRASILEIRINHO

In seiner zweiten Musik-Dokumentation (nach MORO NO BRASIL, 2002) zeigt Mika
Kaurismäki die Geschichte und die Vitalität des Choro, der ersten unverfälschten
brasilianischen ´urban music´. Im späten 19. Jahrhundert begannen brasilianische Musiker
in Rio de Janeiro, dem Schmelztiegel Brasiliens, europäische Melodien mit afro-
brasilianischen Rhythmen zu vermischen und schufen so den Choro. Nachdem er in den
1920er Jahren in den Schatten des Sambas, später in denjenigen des Bossa Nova (Neue
Welle) trat, erlebte die Choro-Musik heute ein beachtliches Comeback: Brasiliens Jugend hat
den authentischen und unverwechselbaren Charakter des Choro wiederentdeckt. Der Film
zeigt großartige Musiker wie das Trio Madeira Brasil, Paulo Moura, Elza Soares, Teresa
Cristina, Ademilde Fonseca, Zezé Gonzaga, Yamandú, Guinga, Marcos Suzano u.v.a. Zu den
weltweit bekanntesten Titeln zählen Tico-tico no fubá´ und ´Brasileirinho´.
Ein Film, der Spaß macht und den Zuschauer rhythmisch schwebend das Kino verlassen lässt.
Zu Beginn von BRASILEIRINHO geht über Rio de Janeiro eine goldig rote Morgensonne auf –
und mit ihr das Herz für die Musik und die außergewöhnlichen MusikerInnen, die Mika
weltweit bekanntesten Titeln zählen Tico-tico no fubá´ und ´Brasileirinho´.
Ein Film, der Spaß macht und den Zuschauer rhythmisch schwebend das Kino verlassen lässt.
Zu Beginn von BRASILEIRINHO geht über Rio de Janeiro eine goldig rote Morgensonne auf –
und mit ihr das Herz für die Musik und die außergewöhnlichen MusikerInnen, die Mika
Kaurismäki in seiner wunderbaren Dokumentation portraitiert. Vor allem aber zeigt er die
ungebrochene Vitalität, die Magie dieser Musik. Man erkennt, warum der Choro heutzutage
seine Wiedergeburt feiert und nicht nur in den Straßen und Armenvierteln, sondern auch in
den Bars und Konzerthallen der großen Städte Brasiliens präsenter und lebendiger ist denn je.
ZDF-Aspekte

Kein Land kann mit Musik derart begeistern wie Brasilien. Gleichzeitig ist das Image seiner
Musik so klischiert, dass es kaum möglich scheint, diese filmisch zu unterlaufen. Dieses
Kunststück gelingt dem Finnen Mika Kaurismäki. In einer Szene seiner Dokumentation
BRASILEIRINHO begleitet er den Musikveteranen Paulo Moura zum Neurochirurgen. Dabei
erläutert der Musiker das Röntgenbild seines Schädels. Da stecken mehr als zweihundert
Songs drin, lässt er mit Kennermiene wissen. Für BRASILEIRINHO, eine schweizerisch-
finnisch- brasilianische Koproduktion, begibt sich Mika Kaurismäki auf die Suche nach den
Wurzeln brasilianischer Popmusik, jener Spezialmischung aus europäischen Melodien, den
Rhythmen der Sklaven und der melancholischen Ausdrucksweise der Indianner, die Choro
genannt wird und die Blaupause dessen ist, was heute als Samba oder Bossa Nova um die
Welt geht. Seine Anfänge liegen Ende des 19., Anfangs des 20. Jahrhunderts; damals
gründete sich in Rio eine Musikkappelle nach der anderen. Choro verbreitete sich rasant und
trug letztlich zur kulturellen Identität Brasiliens bei. Wenn BRASILEIRINHO auch historisch
exakt erklärt, hält der Film nicht für eine zweite “Buena Vista Social Club”-Nostalgiewelle her.
Denn heute hat eine junge MusikerInnengeneration den Choro für sich entdeckt. Kaurismäki
schneidet Konzertausschnitte neben spontane Sessions, Proben und Backstage-
Schnappschüsse. Musiker erklären sich und ihre Philosophie und beweisen, dass die Grazie
des Choros unauslöschlich ist.
Julian Weber, in: Wochenzeitung Zürich, 24. 02. 2005

(…) War zu Beginn von einem unpolitischen Film die Rede? Mika Kaurismäki hat in
BRASILEIRINHO die Seele einer großartigen Musik für uns eingefangen. Leider nur für 90
Minuten. Mehr davon! Und hoffentlich bald in einem Konzert- oder Kinosaal in der Nähe.
Judith Aretz, 12.02.2005


zur offiziellen webseite von Brasileirinho

www.brasileirinhothefilm.com





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